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Dokumentarfilm
AU/D/FRA/BE 2004
Regie: Hubert Sauper
Die schreiende Ungerechtigkeit, die die Folgen der
Globalisierung mit sich bringen kann, wurde selten so eindrücklich
dokumentiert wie in Hubert Saupers Meisterwerk „Darwin’s Nightmare“
. Ohne erhobenen Zeigefinger und ohne dramatischen Kommentar,
sondern allein mit dokumentarischen Mitteln, gelingt es Sauper, die
Zusammenhänge zwischen Fisch- und Waffenhandel am Vikotriasee in
Tansania zu verdeutlichen. Leidtragende sind natürlich die Bewohner
des Seeufers. Sauper, nur mit einer Handkamera ausgestattet, bleibt
immer nah an den Menschen und deckt feinfühlig das Netz aus
Fischhandel, Korruption, Prostitution, Armut und Waffen auf – ein
dramatisches Dokument, das wütend macht.
Auf den großen Erfolg, den der Film erreichte, folgte eine
regelrechte Hetzkampagnie der tansanischen Regierung, die
behauptete, der Film schädige das Image Tansanias und habe zum
Einbruch des Fischhandels geführt. Protagonisten, die im Film zu
Wort kamen und Helfer bei den Dreharbeiten waren erheblichen
Repressionen ausgesetzt und wurden zum Teil sogar inhaftiert.
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