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Romana



Diskutiert! - Der religiöse Wandel und die Wiederbelebung von Ritualen im postsozialistischen Rumänien am Beispiel einer Romasiedlung
21. Mai 2008 16:00 Uhr
Deutsches Kulturzentrum Klausenburg (str. Universităţii 7-9)
Der Umgang mit den Roma ist ein Thema, das in und außerhalb Rumäniens von großer Bedeutung ist. Diskutiert! versuchte, sich der Problematik aus einem neuen Blickwinkel zu nähern, aus dem die Frage "Roma und Religiosität" anhand einer Fallstudie aufgeworfen wurde.

Rumänien gilt heute als eines der religiösesten Länder in Europa. Die Rolle der Religion im sozialen Leben der Menschen und die Bedeutung der Wiederentdeckung von allgemeinen Ritualen wurden bislang kaum untersucht. Der Vortrag wollte sich diesem Untersuchungsfeld annähern, indem eine Fallstudie aus einem ethnisch gemischten siebenbürgischen Dorf (Mehrheitsbevölkerung Ungarn, Minderheit Roma) präsentiert wurde.

Im Mittelpunkt standen die Unterschiede im Prozess der rituellen Neuentdeckung. Während die ungarische Dorfbevölkerung sich eher an Ritualen orientiert, die ethnisch-national motiviert sind und sich an den lokalen Traditionen wie Landwirtschaft und Folklore ausrichten, orientiert sich ein Teil der Romabevölkerung an neo-protestantischen Kirchen (in diesem Fall den Pfingstlern). Der Vortrag versuchte, den sozialen Kontext sowie die Folgen, welche sich aus diesem Wandel in der Gemeindestruktur ergeben, aufzuzeichnen.

László Fosztó (Nationales Institut zur Erforschung der Minderheitenproblematik Klausenburg) stellte dazu die Ergebnisse seiner Doktorarbeit vor, die im Jahr 2007 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verteidigt wurde.

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