| Die Medienberichterstattung über Rumänien in der deutschen Medienlandschaft ist nach wie vor einseitig und wenig differenziert. In einem zusammenwachsenden Europa ist eine reflektierte und wissende Berichterstattung von besonderer Bedeutung. Sie trägt dazu bei, das Verständnis und die Akzeptanz für ein nachbarschaftliches Miteinander zu stärken. Im Rahmen des Projektes fand vom 30. März bis 12. April 2006 ein 14-tägiger Workshop statt. Drei deutsche Journalisten gingen gemeinsam mit acht rumänischen Studierenden mit sehr guten Deutschkenntnissen auf Entdeckungsreise durch Rumänien. Hierbei entstanden Beiträge, die anschließend in Deutschland und Rumänien publiziert wurden bzw. werden. Die jungen deutschen Journalisten sind im Bereich Print, Hörfunk und Fernsehen tätig. Alle verfügen über eine fundierte journalistische Ausbildung und erste Berufserfahrungen. Durch das Projekt sollte ihr Bezug zu Osteuropa gestärkt werden. Sie lernten die Möglichkeiten und Realitäten in Rumänien während dieser Recherchereise kennen. Im Dialog mit den rumänischen Studenten sollten sie eine realistische Sichtweise auf das Land gewinnen. Denn nur durch konkret vor Ort geschaffenes Wissen lässt sich das mediale Bild Rumäniens in Deutschland ändern. Für die rumänischen Studenten spielte der Aspekt der Ausbildung die Hauptrolle. Während der Reise fertigten sie eigenständig journalistische Beiträge in deutscher Sprache an. Hierbei wurden sie durch die deutschen Muttersprachler unterstützt und vertieften somit gleichzeitig ihre journalistischen Kenntnisse. Im Dialog mit den deutschen Journalisten lernten sie deren Perspektive und Arbeitsweise kennen. Nicht zuletzt die Sprachkompetenz (Rumänisch, Ungarisch) machte sie zu einem wichtigen Kultur- und Sprachmittler und unterstreicht ihre Position in diesem interkulturellen Dialog. Ziel des Projektes war, die Zusammenarbeit junger Europäer zu fördern. Folgende Beiträge, die im Rahmen der Reise entstanden, war im Deutschlandfunk zu hören: |