Das Projekt "Hochhaussiedlungen im 21. Jahrhundert" wurde mit einer Reihe von Filmen abgeschlossen, die in verschiedenster Weise das Leben Jugendlicher in den Hochhaussiedlungen thematisierten. Folgende Filme wurden gezeigt.
4. Dezember 2006, 19.00 Uhr - Comme un aimant (F 2000)
Regie: Kamel Saleh ; Akhenaton
„Comme un aimant” ist der erste Film von Akhénaton, der innerhalb der französischen Hip-Hop Bewegung eine eminent wichtige Rolle spielt. Es ist die Geschichte einer Gruppe von Freunden, alle um die 30 Jahre alt, die in einem Stadtviertel von Marseille wohnen. Ihr Leben ist ohne besondere Vorfälle, weder schlecht noch gut. Kleine Geschäfte, die Nächte in den Bars, die Tage in der Sonne und am Strand, das ist der alltägliche Lebensrhythmus. Aber das Stadtviertel fordert seine Rechte ein. Es ist ein Magnet dessen Anziehungskraft unwiderstehlich ist. Auch wenn man es verlassen will, so zieht es einen immer wieder zurück. Das Stadtviertel ist ein Platz in dem jeder jeden kennt und wo manchmal kaum Luft zum Atmen bleibt. Das Stadtviertel beschützt und kann aber auch gleichzeitig zerstören.
3. Dezember 2006, 19.00 Uhr - Furia (RO 2002)
Regie: Radu Muntean
In einer Stadt die von Drogen, Manele und illegalen Autorennen beherrscht wird, kann man nicht überleben, außer man versteht sich darauf zu bezahlen, manchmal auch mit dem Leben anderer. Die Jugendlichen müssen sich an eine Welt ohne Gewissen, in der das Geld und skrupellose Geschäfte regieren, anpassen. Ein hartes und brutales Leben für Luca und Mona, die Haupthelden des Filmes. Ein Film, der für Adrenalinstöße sorgt. Ein Film mit schwarzen Humor und Ironie, welche die Gesellschaft, die sich an Unwichtigkeiten orientiert und in der das Leben nicht mehr Wert ist als eine Münze ist, werden aufs Korn genommen. Die zwei Freund Luca und Felie wollen sich an illegalen Autorennen beteiligen. Dafür haben sie sich Geld von einem lokalen Baron der Unterwelt mit dem Namen Gabonu geliehen. Gabonu ist auch bekannt und berüchtigt als Freund und Beschützer des Sängers Adrian Copilu` Minune. Die Probleme beginnen in dem Moment, in dem Luca wieder Erwarten ein Rennen gewinnt, das er eigentlich verlieren sollte. Der Mafiosi Gabonu verliert daraufhin Geld an der illegalen Wettbörse und macht eine einfache Rechnung auf: das verlorene Geld + die Schulden = 7.000$. „Eine runde Summe“ sagt Gabonu und gibt den Jugendlichen einen Tag und eine Nacht Zeit, das Geld zu besorgen.
6. Dezember 2006, 19.00 Uhr - Knallhart (D 2006)
Regie: Detlev Buck
An seinem 15. Geburtstag muss Michael zusammen mit seiner Mutter Miriam die gemeinsame Wohnung im schicken Berlin-Zehlendorf verlassen, da diese von Miriams ehemaligen Liebhaber Dr. Peters finanziert wurde. Die Beiden landen im rauen Stadtteil Neukölln, wo Erol und seine brutale Gang den Ton angeben. Hier ist die schiefe Bahn die Karriereleiter und so heuert Michael beim Drogenboss Hamal an, der ihm neben einem lukrativen Job auch Schutz vor Erols Gang bietet.